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IHR NEWSLETTER AUS DER SPRACHWERKSTATT |
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STRATEGIE...
Camorrah in Gomorrah!
Polizei klärt über Trickdiebstahl auf Es gibt kostenlos Kaffee und Kuchen, das "Münchner Schandi Blech" spielt auf und gleichzeitig erfahren Münchner Senioren, wie sie den gerissenen Maschen der Trickbetrüger entgehen können: Die Polizei und das Münchner Sicherheitsforum laden für Sonntag, 24. Oktober, wieder in den Festsaal des Alten Rathauses zur Veranstaltung "Münchner Inititative gegen Trickdiebstahl" ein. Die Betrüger suchen gezielt nach Opfern bei denen sie leichtes Spiel haben: alte Menschen, die einsam sind, hilfsbereit und gutgläubig. Sie erschleichen sich das Vertrauen der Senioren und schaffen es, dass diese zur Bank gehen, und ihnen Tausende von Euros überlassen. Experten der Polizei werden nun erklären, wie man sich vor den Gaunern schützen kann. Außerdem berichten Opfer über ihre eigenen Erfahrungen. Wer teilnehmen will, soll sich anmelden. (Telefon: 089/xxxxxx) (aus der Süddeutschen Zeitung)
München galt immer als vergleichsweise sichere Großstadt. Nicht für ältere Mitbürger: Gerade durch die gerissenen Maschen der Trickbetrüger geschlüpft, sieht sich der einsame, hilfsbereite und gutgläubige Senior der Polizei gegenüber, die gezielt nach Opfern sucht und mit kostenlosem Kaffee und Kuchen nicht nur arglose Alte anlockt, sondern auch die Münchner Konditoreien schädigt. Dass zuletzt die eigenen Experten erklären, wie man sich vor ihren Kollegen schützt, kann nur als scheinheilig gegeißelt werden. Um diesem Skandal das Sahnehäubchen aufzusetzen, macht sich eine renommierte Zeitung wie die Süddeutsche zum Komplizen, indem sie die Telefonnummer dieser Kaffeefahrt veröffentlicht.
Wir empfehlen gutgläubigen Senioren, aus dieser Stadt, in der sich offensichtlich alles gegen sie verschworen hat, schnell wegzuziehen. Castrop-Rauxel wäre eine Alternative. Wenn Sie Nachmieter suchen, sind wir gerne behilflich, die Telefonnummer finden Sie unten.
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Danke
an Jan Kunkel, der uns den oben zitierten Artikel hat zukommen lassen.
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Das interessiert nicht!
Wer so schreibt, will offenbar mit Kürze beglücken, auch wenn er damit eher verblüfft.
Eike Christian Hirsch (*1937) in "Gnadenlos gut - Ausflüge in das neue Deutsch" (Beck'sche Reihe 2007)
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... UND SPRACHE
Selbstverständliches
wegzulassen erleichtert die Verständigung, Texte werden kürzer. Um so mehr kommt es dann aber auf die verbleibenden Wörter an.
Ein überflüssiger Artikel (Die Betrüger), ein mehrdeutiges Bild, ein Verzicht auf einen neuen Absatz (ab "Betrüger") und schon wird der Text unfreiwillig komisch. |
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